Die Sendung vom 16.10.1999



33jährige Revolutionärin, die es in grade mal 2 Minuten und 20 Sekunden auf satte zwölf uns bisher völlig fremde und neuartige Phrasen brachte. Glückwunsch erstmal zu diesem rekordverdächtigen Ergebnis.
Der kleine Racker, den Iris mit in die Sendung gebracht hat, ist schon ein echter Teufelskerl: Hat doch tatsächlich vor kurzem "den gesamten Inhalt seiner Zuckertüte vernascht". Jaja - der hält sie schon ganz schön "in Trab". Vor allem auch beim gemeinsamen "Versteckerspiel".
Ihre verständnisvolle Ader zeigte sich prall gefüllt, als sie eingestand, daß auch zum Gucken der Sendung "eine gehörige Portion Mut" gehört. Wohl wahr, wohl wahr...

Kandidat der Woche


Kaufmännischer Schlagerstar, dessen Lieblingsbeschäftigung "gemütliches Beisammensein" ist. Warum Winnie bei der Annonce und beim anschließenden Foto-Shooting nicht alle beisammen hatte, bleibt wohl sein Geheimnis.
"Fahrerlaubnis und Auto habe ich schon mehrere Jahre." Toll! Was braucht frau mehr. Und die Vorstellung, Winfried würde schon bald seine berüchtigte Reibeisenstimme am Kaminfeuerchen auspacken und alte Schlagerkamellen zitieren, sollten doch auch die letzte maximal ein Meter zweiundsiebzig(!) große Frau mit "kaufmännischem Verständnis" zum Kuli greifen lassen.


Salzsäule aus Dresden, die sich nicht sonderlich viel Mühe gab bei der Wahl der Worte. Der vorgefertigte MDR-Standardtext für unkreative Hustinettenbären wurde nicht im Geringsten umgestellt. Dieser Kandidat suchte vor allem durch seinen unkonventionellen aber legeren Stil (Hosenbund unter den Achseln, Taschenbillard während der Aufzeichnung, unorthodoxer Speichelfluss...) aufzufallen. Ein neues Wort, dass wir bitte zukünftig häufiger hören wollen, prägte er dann doch noch: "appopo". Na bitte.
Er sucht eine Frau, "die hilft, etwas mehr Spontaneität und Schwung in mein Leben zu bringen". Ob Jörgi da mit den Gelben Seiten Kategorie Psychotherapie nicht besser gefahren wäre...?



Sängerknabe ohne Stimmbänder aus dem Dohnaer Kinderchor, der sich seine Chancen bereits zerschmetterte ehe es überhaupt erst richtig losging. Kleiner Tipp fürs nächste Mal: die Stimmlage eignete sich wohl besser für zum Beispiel Barbie Girl (von Aqua)
So spritzig wie eine drei Tage alte Urinprobe startete P.J. dann aber mit Volldampf ab in seine Annonce. In seiner Freizeit umgibt er sich "immer mit Kindern und Jugendlichen". Ob er damit lediglich darauf anspielt, regelmäßig die Kindervorstellungen des Puppentheaters zu besuchen, blieb ungeklärt. Aber vielleicht meinte er ja auch seine komplette Sammlung von Benjamin-Blümchen- und Rolf-Zuckowsky-Kassetten.


Flippige Sozialversicherungsangestellte, die entgegen der allgemein anerkannten Jetaime-Normen einen "gestandenen Mann mit einem Rücken zum Anlehnen" sucht. Wahrscheinlich is die Stellung Rücken an Rücken auch die einzige, die eine längerandauernde Beziehung gewährleistet. In diesem Zusammenhang gehen dem aufmerksamen Zuschauer natürlich die unzähligen Variationsmöglichkeiten des alten Anlehn-Themas durch den Kopf: Vielleicht sucht demnächst ja jemand "eine alte Kriegsnarbe", "eine Bauchspeicheldrüse" oder einfach "einen alten Sack zum Anlehnen." Würde uns freuen.
Auffallend Gittes Super-Hobby Marke three-in-one: "Fotografiere gerne, geh in die Sauna und zum Reiten".


Gesamtfazit der Sendung:
Das knappe Budget lies den MDR-Redakteuren wohl mal wieder keine andere Wahl, als die Einladung eines ausgedienten Ostschlagerfuzzis anzunehmen, und aus einer albernen 08-15-Kneipe zu übertragen. Der verbale Schlagabtausch von Magic-Frank mit König Nuschelbart alias Peter Zerrnich (oder so) endete mit einem ganz klaren Punktesieg für Liehr. Als sich der singende Klops dann auch noch aufdrängte, unbedingt eine seiner Betroffenheitsrocknummern zum Besten geben zu müssen, hätte "the sexiest Moderator alive" die Chance aber beim Schopfe packen und ihm den K.O.-Schlag verpassen müssen.

Die Quote:

10,2 % das sind 380 000 zahlende Zuschauer.
Herzlichen Dank!




zurück